Wahrheit und Versöhnung in Kanada

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Datum/Zeit
Date(s) - 18/06/2019
19:00 - 21:30

Veranstaltungsort
Amerikahaus München

Kategorien


Am Dienstag 18. Juni 2019, 19 Uhr

laden wir Sie herzlichst ein zu:

“Wahrheit und Versöhnung in Kanada.”

Zur Bedeutung indigener Philosophietraditionen für die Heilung des kulturellen Genozids an Ureinwohnern

ein Vortrag von Dr. habil. Barbara Schellhammer

Der Vortrag nimmt seinen Ausgang bei den verheerenden Folgen der Assimilationspolitik Kanadas, die in der gewaltvollen Umerziehung indigener Kinder gipfelte. Der Wunsch nach Aufarbeitung führte im Jahr 2008 zur Einrichtung der Truth and Reconciliation Commission. Damit verband sich die Hoffnung auf Heilung transgenerationeller Traumata verbunden mit der nachhaltigen Bewältigung von Alkoholismus, häuslicher Gewalt und Suizid.

Der Vortrag spürt der indigenen Bedeutung des öffentlichen „Wahrsprechens“ für den Prozess der Versöhnung als Grundlage für die emotionale, leiblich-seelische und spirituelle Heilung des kulturellen Genozids nach. Dabei spielt die philosophische Auseinandersetzung mit dem Wahrheitsbegriff der Aboriginals eine zentrale Rolle, die auch für westliche Heilungsmethoden wertvolle Impulse liefern kann.

Die Veranstaltung findet statt im:


Barer Straße 19a, München

Eintritt frei

Anmeldung per E-Mail bitte unter: reservierung@amerikahaus.de

Veranstalter Deutsch-Kanadische Gesellschaft e.V.

Barbara Schellhammer studierte Soziale Arbeit und Philosophie. Etwa 15 Jahre lang lebte sie in Kanada, erst in Saskatchewan, später in BC. Sie arbeitete an der Royal Roads University in Victoria und forschte unter Inuit in den Nordwest Territorien. Nach einiger Zeit als Professorin für interkulturelle Soziale Arbeit an einer Fachhochschule in Kassel habilitierte sie sich an der Universität Hildesheim (Kulturphilosophie). Seit 2013 ist sie Dozentin für Interkulturelle Bildung an der Hochschule für Philosophie in München.
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